Bei so einer großen Anzahl registrierter Domains ist es für mich fraglich, ob demnächst noch “Otto-Normal-Surfer” seine private Website online stellen kann. Und das nicht unter irgendeiner umständlichen Adresse sondern direkt nach Schlagwort. Im Basic Thinking Blog sieht man das ähnlich:
http://www.basicthinking.de/blog/2008/04/28/12-mio-de-domains/
Außerdem wird dort der Gedanke einer vielleicht zukunftsträchtigen Geldanlage aufgeworfen.
Marcus Wohler
Student der Universität der Bundeswehr München
Frühjahrstrimester 2008 studium+ Kurs Dr. Barbara Niedner
11. May 2008
Ja ich muss sagen, dass ich bisher immer Glück hatte mit meinen Domainnamen. Obwohl schneuber.de ja auch nicht wirklich sehr gebräuchlich ist. Aber ich würde so langsam gerne in den Immobilienhandel im Netz einsteigen.
12. May 2008
Wenn keine ,,.de” oder ,,.com” Domains mehr frei sind, dann greift man halt wieder klassisch auf kostenlose Anbieter, wie nic.de.vu zurück. Dann heißt meine Seite halt nicht ,,meineseite.de”, sondern ,,meineseite.de.vu”. Anstatt von vu, kann man, denke ich, viele weitere Endungen einführen, somit kann der User sein Geld weiterhin für andere Dinge sparen und nicht in Domains investieren
12. May 2008
Ich denke auch, dass sich hier schon eine Geschickte Lösung wie *.vu irgendwie etablieren würde, denn schließlich kommt es glaub ich den Privatnutzern nicht drauf an, was genau hinter dem Punkt steht, hauptsache es ist kurz und pregnant.
12. May 2008
Das Problem dabei ist nur, dass solche Anbieter zunehmend Werbung in die index-Site der jeweiligen Homepage integrieren, meist auf geschickte Art und Weise. Nic bspw. ,,verewigt” sich gerne auf dem Hintergrund. Tja entweder man lässt sich das gefallen, oder man gibt ein bißchen Geld aus…
13. May 2008
Auch hier stellt sich die immer wieder kehrende Frage: Wen will ich ansprechen und was erwarte ich von meiner Seite. Wenn ich nur ein Homepage für mich und meine Freunde haben will, um z.B. Bilder zu veröffentlichen oder ähnliches reicht eine .vu Domain sicherlich aus. Aber wenn ich eine Geschäftsseite aufbauen will, sollte dies ganze schon seriös wirken und nicht durch verpflichtende Werbung überladen werden.
13. May 2008
Bei der großen Zahl wird es meiner Meinung nach langsam Zeit auch zu überprüfen was so online gestellt wird bzw. zu überprüfen ob die Seiten überhaupt funktionieren etc. Denn es ist soviel Datenmüll im Internet vorhanden.
13. May 2008
Hallo zusammen!
Ich sehe die ganze Sache wie der Norman und der Patrick. Es stellt sich ja die Frage, was für eine Internetseite ich erstellen möchte und welchen Endverbraucher ich erreichen will.
Ein Beispiel:
Wenn ich bei Amazon online einkaufen will und ich noch nie auf der Seite war, dann gebe ich zu erst www.amazon.de im Internet Browser ein. Das wäre für mich das naheliegend und wirkt seriös. Erreiche ich die Seite nicht über diesen Weg, muss ich erst über Google und die Seite suchen. Würde es nicht einen komischen Eindrück geben, wenn ich auf www.saturn-der -einkaufsmarkt.net gehen müsste?
Es gibt so viele Internetadressen, welche belegt sind, aber nicht benutzt werden. Wie Patrick meinte: Es gibt zu viel Datenmüll im Internet!
14. May 2008
Der Datenmüll der nun vermehrt angesprochen würde, ist und wird nun immermehr für Verlinkungen und Werbung genutzt und daher fast wieder ein kommerzieller Faktor.
Es gibt nun mittlerweile sehr sehr viele Seiten bei denen die Domän einfach geblockt wird und dann eine einfache automatische Verlinkung drauf gepackt wird.
Aber ich denke nun, dass wir uns vor solchen Dingen einfach nicht mehr retten können, denn als man das Internet für jeden User zugänglich gemacht hat, da hat man sich auch solche Probleme mit eingekauft.
14. May 2008
Ich glaube das hier angesprochene ist generell ein problem auf das sich das internet einstellen muss und auch nach lösungen gesucht werden muss.
Wie kann man den ganzen Datenmüll in zukunft noch verwalten. Was einmal im netz war kriegt man halt ganz schwer gelöscht.
14. May 2008
Das stimmt und ich habe auch mal irgendwo gehört, dass man eh befürchtet das Internet könne irgendwann demnächst zusammenbrechen auf Grund der Überlastung durch Datenmüll.
14. May 2008
Hier nochmal ein Link zu meiner letzten Äußerung. Hier erklärt Larry Roberts, einer der Projektmitarbeiter am Internet-Vorläufer “Arpanet”, warum er Angst vor einem Zusammenbruch des Internets hat.
http://www.silicon.de/mobile/tkomm/0,39039016,39185458,00/web_vater+warnt+das+internet+wird+bald+zusammenbrechen.htm
14. May 2008
Das mit der Überlastung durch Datenmüll war mir gar nicht so bekannt. Danke für den Link, war interessant zu lesen.
14. May 2008
IBM hat vor ca einem halben Jahr einen Chip vorgestellt der angeblich das Internet bei der hälfte der Kosten 4mal so leistungsfähig machen sollte. Leider wurde dieses Projekt wieder eingestellt (angeblich aus unerwarteten Kompatibilitätsproblemen).
Ich will damit sagen, dass es sicher bald eine Lösung für das Datenmüllproblem geben wird und dann werden sich wie immer neue Probleme auftun über die wir dann bloggen können
.
14. May 2008
War klar, dass es ne Menge unnützes Zeug im internet gibt
14. May 2008
Norman weißt du wie dieser Chip funktionieren sollte bzw was er bewirken sollte? Denn das Internet lebt ja nich von Chips an sich sondern eher von Bandbreite der Backbones etc.
14. May 2008
Nein leider nicht genau. Aber nach damaliger Expertenmeinung eine gute Möglichkeit und Lösung der Probleme. Eingestellt wurde es gerüchteweise übrigens wegen fehlender Realisierbarkeit. Aber wie gesagt nur Gerüchte die hier nicht diskutiert werden sollten.
14. May 2008
@Norman: Das hört sich doch sehr gut an. Ich denke auch, dass es nun vermehrt Projekte geben wird, die sich mit der Effizienz und der Performance des Internets beschäftigen werden. Weiterhin denke ich das sich da in den nächsten Jahren sehr viel tuen wird.
Ich kann mir auch sowas wie eine Putzkolonne vorstellen, die einfach Seiten aus dem Netz nimmt usw.
14. May 2008
Da muss man dann aber natürlcih wieder vorsichtig sein, dass nicht zuviel entfernt wird. Also wird das wieder sehr kompliziert aber vielleicht kriegt man das ja hin.
14. May 2008
Nach welchen Kriterien soll entschieden werden, was Müll ist und was nicht? Ich denke, dass es bspw. ne ziemlich teure Angelegenheit werden wird. Denn bezahlter Webspace auf reservierten Domains lassen sich nicht so einfach cutten, jedenfalls würden sich die Autoren das nicht verbieten lassen. Eine ziemlich radikale Variante wäre die Abschaffung von Free-Webspace Anbietern, so sind schonmal die Seiten von der Oma weg, die ihre Katze vorstellt
…
14. May 2008
Ich finde das macht das Inet doch erst interessant, dass jeder sich selber produzieren kann. Und wenn es der Oma spaß macht, soll sie doch ihre Katze vorstellen. Mich wird es schon nicht umbringen.
14. May 2008
Aber genau solche Seiten überfüllen die Suchmaschinen. Zuviele tw. sinnlose Inhalte vermüllen das Internet. Mittlerweile ist das Internet wie ein Spielplatz für Jedermann geworden…
Und hier ist das Problem: Sinnlose Seiten/Inhalte binden Domains, die für Wichtigere nicht mehr nutzbar sind…
14. May 2008
Ja das bedeutet also: Schafft das web2.0 ab. Dann verschwindet der Datenmüll und nur geprüfte Inhalte werden noch online gestellt.
Die Entwicklung sieht anders aus. Es will halt jeder überall seinen Senf dazugeben. Meistens auch zu Recht. Ich finde es auch nervig, dass es immer länger dauert, wichtige Infos zu finden, aber es lässt sich meiner Meinung nach einfach nicht ändern.
14. May 2008
Ich denke auch die Tendenz geht zu immer noch mehr Domains. ABer in den Griff muss es trotzdem bekommen werden eh das Internet komplett zusammenbricht. Denn das hätte vor allem auch auf dem Finanzsektor verheerende Auswirkungen.
14. May 2008
geb ich dir recht. Aber wie soll das gehen? Da müsste man ja quasi 2 Internets aufbauen, eins für wichtige Infos, Finanzkram und so und das Zweite für Omis Katze
15. May 2008
Ihr habt meiner Meinung schon den richtigen Punkt angesprochen. Die Suchmaschinen! Wenn man diese nun insoweit konfigurieren würde (vielleicht auch zensieren), dann könnte man sehr viel Datenmüll aus dem Netz nehmen. Dies bedeutet dann, dass die “Datenmüllseiten” zwar nicht ganz aus dem Netz verschwinden, aber diese würden dann eben auf Suchmaschinen einfach nicht mehr angezeigt werden, was dann schon ein Vorteil darstellt.
Ich glaube dies wäre mal ein interessanter Punkt, den es da genauer zu beleuchten gibt.
15. May 2008
Ich wollte ergänzend den Punkt des wirtschaftlichen Aspekts ansprechen.
Die Idee ist ja nun bei weitem nicht innovativ..
Ich kann mich gut erinnern, dass anno dazumal. Schon 1994 es Personen gab die sich Domians gesichert haben und diese dann an große Konzerne zu nicht unerheblichen Summen veräußert haben. Siehe:
http://www.computerwoche.de/index.cfm?pid=254&pk=507194
Heutzutage hat sich das Ganze enorm weiterentwickelt. Es gibt ja mittlerweile Domain-Börsen.. Also wer denkt er hat Adam Smith gänzlich verstanden, der kann ja ein bisserl spekulieren gehen.