Und wenn man nun noch die Augen der gesamten Belegschaft von W.L. Gore & Associates einbezieht, dann hat man das beste Beispiel für einen vorbildlichen Einsatz von Web 2.0-Errungenschaften im Changemanagement.
Aber bevor sich hier jemand von Fachtermini erschlagen fühlt – hier etwas Licht ins Dunkel:
Als Changemanagement werden Aufgaben und Maßnahmen eines Unternehmens bezeichnet, die neue Strukturen, Linien, Prozesse, … schaffen sollen. Kurz gesagt ist Changemanagament der neudeutsche Begriff für Reformen in einem Unternehmen.
Und beim Thema “Web 2.0 im Changemanagement” ist der führende Hersteller von Funktionstextitilen, ” W.L. Gore & Associates” – kurz “Gore” -, ganz große Klasse. Meistens, wenn man etwas über vorbildliche Einbindung von Arbeitnehmern in Entscheidungsprozesse der Chefetage liest, kann der Name “Gore” nicht weit sein.
So sind es nicht nur ein paar auserwählte Schlipsträger mit einem Jahresnetto von mehreren Hunderttausend Euro, die wichtige Entscheidungen treffen oder neue Prozesse in Gang bringen. Nein, auch der olle Onkel Dieter kann sich bei “Gore” einbringen. Warum denn auch nicht? Gute Ideen sind nicht nur Harvard-Absolventen vorbehalten und haben nicht immer mit einem hohen IQ zu tun.
Aber wie kann nun Dieter seine großartige Idee in die Tat umsetzen? Genau das ist die Schnittstelle, die das Web 2.0 im Changemanagement abdeckt. Die in großen open-source-Projekten setzt auch “Gore” auf social software wie Foren und Wikis. Es gibt z.B. ein internes Forum, in dem jeder Mitarbeiter seine Verbesserungsvorschläge und innovativen Ideen vorstellen kann. Darüber hinaus kann man sich vorstellen, dass Weblogs in dieser Geschichte auch eine große Rolle spielen. Zum Beispiel um bei seinem Projekt den aktuellen Entwicklungsstand zu veröffentlichen.
Andere Unternehmen, die nicht so gefestigte Innovationsstrukturen wie “Gore” haben, setzen auch zur Verbesserung der Erfolgsaussichten “Change Agents” ein. Diese speziell geschulten Kräfte unterstützen ein Unternehmen im Veränderungprozess. Sie gelten als Moderatoren zwischen der Führungsriege und der Belegschaft.
Grundvoraussetzung für Web 2.0 im Changemanagement ist selbstverständlich der sichere Umgang mit elektronischer Datenverarbeitung. Bei der Technikverdrossenheit v.a. der älteren Generationen heutzutage kann man sich darum vorstellen, dass die meisten Versuche eines Unternehmens schon im Keim erstickt werden. Man kann jedoch angesichts der technischen Entwicklung gerade auf diesem Sektor gespannt in die Zukunft blicken.
Passende Beiträge zum Thema aus dem Internet:
Neue Medien im Change Management und Web 2.0 und Wissensmanagement
von Prof. Michael Koch, Universität der Bundeswehr München
Ludwig, WOW 2007
Universität der Bundeswehr München,
studium+ Kurs Dr. Barbara Niedner
24. April 2008
Ein Austausch zwischen den Arbeitern und der Führung ist die wichtigste Vorausetzung, um erfolgreich zu sein.
Durch die Einbeziehung der “normalen” Angestellten stärkt man deren Gefühl dem Unternehmen gegenüber. Sie fühlen sich dann nicht länger nur als kleine Arbeiter, sondern als Teil von etwas Großem. Durch Gewinnbeteiligungen (Aktien, etc.) kann man das Unternehmensverständnis der Arbeiter stärken und kann somit noch höhere Ideeneinbringung erwarten. Wenn man Zeit und Geld in die Ausbildung der Arbeiter investiert, wird sich das sehr schnell positiv auswirken.
Da der Arbeiter bestimmte fachspezifische Arbeitsprozess um ein Vielfaches besser kennt wie ein “Schlipsträger” kann man durch den Ideenaustausch nach einer Weile eine Menge Zeit und auch viel Geld sparen. Durch die Einbringung der Ideen aller am prozessbeteiligten Arbeiter kann ein “perfekter” Arbeitsprozess geschaffen werden. D.h. es braucht, wie im Beitrag erwähnt, nicht einen hohen IQ einer Person, welche alles perfektioniert, sondern eben die Meinung vieler.
Dies wird heute schon in vielen Unternehmen praktiziert und kann durch Web 2.0 sicherlich weiter verbessert und forciert werden.
Da die Unternehmen ein großes Anliegen haben, dass sie erfolgreich sind, sollten sie die Zeit und das Geld investieren, dass “Jedermann” (also alle Arbeiter) sich da einbringen können.