Kommunikationswissenschaft

Team .CoOP zwonull: Web 2.0 im Projektmanagement

Student WT 2008 vom 17. April 2008

Der Einsatz von kollaborativer Software in Unternehmen wird immer häufiger und hat zahlreiche Vorteile gegenüber dem “Offline-Arbeiten”. Auch beim Projektmanagement kann man sich diese zu Nutze machen.

Zu bevorzugter Web-2.0-Software beim Einsatz im Projektmanagement gehören Wikis und Gruppeneditoren. Zu den Vorteilen gehören, dass jeder Mitarbeiter sofort Zugang zu den notwendigen Informationen hat und dass man sich gegenseitig verbessern kann. Außerdem hat man so den Arbeitsfortschritt sofort im Überblick.

Dieser schnelle Informationsfluss und die Transparenz ermöglichen schnellere Reaktionen auf mögliche Komplikationen, so kann z.B. früh erkannt und reagiert werden, wenn das Projekt in Verzug gerät.

Bei der Planung von Projekten zahlt sich all dies besonders aus. Wenn etwa ein Softwareprojekt designed werden muss, kann sich jeder mit kreativen Ideen beteiligen, sieht wo Handlungsbedarf besteht und erlangt einen strukturierten Überblick über das Projekt. Allerdings ist es erforderlich, dass die Projektleitung den Beteiligten durch Vorgaben im Wiki die Richtung weist. Andernfalls ist es möglich, dass sich das Team an Unwichtigem verzettelt.

Bei all den Vorteilen muss aber auch erwähnt werden, dass solche durch Wikis erstellten Datenpools den Datenmissbrauch und die Datenspionage erleichtern können. Es ist für jeden Mitarbeiter ohne weiteres möglich den gesamten Wikiinhalt zu kopieren und nach außen weiter zu reichen. Für besonders geheimhaltungsbedürftige Projekte mit einer großen Zahl an Beteiligten fehlt dem Wiki daher die Eignung. Für offene und kreative Projekte, ist das Wiki jedoch die beste verfügbare Lösung. Es sollte daher stets beim Projektmanagement als Möglichkeit einbezogen werden.

Christian D., WOW Student,
Universität der Bundeswehr München
studium+ Kurs Dr. Barbara Niedner

Nachtrag von Barbara Niedner:

Weiter Informationen finden Sie bei der  Forschungsgruppe Kooperationssysteme (CSCM Leitung Prof. Dr. Michael Koch – Universität der Bundeswehr München), die sich mit dem Thema Social Web, Wikis und Enterprise 2.0 sehr ausführlich beschäftigt. 


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Kommentare

  • Michael Koch

    17. April 2008



    Um “schnelle Informationsfluss und die Transparenz” wirklich zu erreichen braucht es meiner Erfahrung nach nicht nur die Werkzeuge wie Wikis und Gruppeneditoren, sondern zusätzlich einen Kanal um das Team / alle Interessierten auf Änderungen in dem gemeinsamen Informationsraum aufmerksam zu machen – also E-Mail-Notifikationen oder RSS-Feeds zu Änderungen.


  • Barbara Niedner

    18. April 2008



    Vielen Dank Herr Koch für die Tipps!

    Die Informationsüberflutung in Unternehmen hat seinen Preis! Wikis alleine verwaisen sehr schnell, wenn man nicht aktiv die Teilnehmer / Team immer wieder motiviert dran zu bleiben und sich aktiv zu beteiligen.


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